Bexbacher Schubert-Chor
BexbacherSchubert-Chor 

Aktuelles

Mit einem ausgefeilten Hygienekonzept starten wir in den Chorsommer, verordnen unseren Stimmen ein paar Trainingseinheiten und konzentrieren uns auf ein Ziel: Wir hoffen, Euch mit unserem traditionellen Adventskonzert trotz Pandemie wieder ein Erlebnis bereiten zu können.

Ja und was hat sich denn unser Chorleiter so alles einfallen lassen?

Hören wir doch einmal hin:

 

DÄMMERSCHOPPEN MIT FANDANGO 

 

FRANKENHOLZ (red/bsc) Auf der     Freiterrasse vor der Gaststätte des Frankenholzer Bürgerzentrums finden sich - wie an lauen Spätsommerabenden üblich – auch heute wieder Besucher ein. Sie genießen ein leckeres Vespergericht des Wirts oder wie ich selbst einfach nur ein erfrischend „Kühles Blondes“. Die Töne aus dem ganz neu gestalteten Chorproberaum nebenan kommen uns  Schlemmern irgendwie spanisch vor: „Granada tierra soñada par mi!“ Dann stimmt ein Solist auf Hebräisch in einen Chorrefrain ein: „Yeruschalayim schel Sahaw halolek hol Schirajik ani Kinor!“ Meine verdutzte Frage wird von drinnen abrupt in Englisch unterbrochen mit dem berühmt gewordenen Liebesseufzer von Elvis „I can’t help falling in love with you!“ Die russische Romanze „Wychodila na bereg Katjuscha“ und eine italienische Opern-Arie „Amor ti vieta di non amar“ erklingen gleich hinterher.

Ein jüngerer Sänger des Bexbacher Schubert-Chors eilt herzu, stolpert fast über meine Füße. Er hat sich etwas verspätet, kann aber zur Klärung beitragen: „Nein, nein“, lacht er, „wir Schubertianer leiden keineswegs unter  Babylonischer Sprachverwirrung. Wir bereiten uns nur auf eine ‚Geistliche Abendmusik’ für den 4. Advent vor. Dabei erklingen auch Lobgesänge auf das irdische Jerusalem wie im eben gehörten „Yeruschalayjm“ der Naomi Shemer, aber auch auf die himmlisch entrückte ‚Heilige Stadt’ in einem Werk von Gabriel Fauré.“ 

Ob „Granada“ aus Andalusien  oder die russische „Katjuscha“ so recht zu einem Kirchenprogramm passen, wollten ich und meine Tischnachbarn noch wissen. „Natürlich nicht“, lächelt der Sänger, „die sind natürlich für den nächsten ‚Musikalischen Sommer-Cocktail’ im Juni 2022 vorgesehen und für ein Gastkonzert in der Vorderpfalz. Unter dem Motto ‚Liebe in Dur und Moll’ geht’s da so bunt wie international zu. Kommt doch mal vorbei!“ 

Schon den Türgriff zum Proberaum in der Hand, ruft er noch zurück: „Wisst Ihr, ich selbst freue mich besonders auf die spanischen Liebeslieder unter den Sternen  Andalusiens, auf das pathetische ‚Malageña’, auf den Fandango-Taumel in ‚Córdoba’ oder eben auf den Ohrwurm aller großen Tenöre, (Verflixt, wie heißt die Stadt mit der Alhambra doch gleich? Ah ja!) auf ‚Granada’ von Agustino Lara.“ Sagt’s und verschwindet eilends zur Chorprobe des Bexbacher Schubert-Chors, wo er schon sehnlich erwartet wird.  (bsc)

 
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