Geistliche Abendmusik im Advent

 

 

 

Zum Adventskonzert „Veni, Immanuel“ begrüßte VdK-Vorsitzender Peter Rothgerber in der Protestantischen Stadtkirche eine große Schar sichtlich begeisterter Zuhörerinnen und Zuhörer, zum musikalischen Part den Bexbacher Schubert-Chor mit seinem Chorleiter und Pianisten Paul O. Krick. Für die Sänger sollte es der glanzvolle Abschluss ihres ereignisreichen Jubiläumsjahres werden, der am Ende mit Minuten langem Beifall vom Publikum lautstark gefeiert wurde.

Nach dem feierlichen Einzug der Sänger mit dem „Laudate“ aus Taizé erklang die Erwartung des Erlösers zunächst in Psalmvertonungen aus so unterschiedlichen Stilwelten wie jenen von Beethoven, Saint-Saëns oder gar Berthier. Komponisten wie Andrew Lloyd Webber oder Chris de Burgh hätte man hernach ganz anderen Genres zugeordnet; aber auch sie fanden zur Thematik ergreifend innige Melodien und Harmonien wie das „Pie Jesu“. Der klangprächtige Song zum Schluss für „Jerusalem aus Gold und Himmelslicht“, die Vaterstadt der israelischen Song-Writerin Naomi Shemer, löste erstmals einen Beifallssturm aus. Dem Solisten, den fein intonierenden Chorsängern und dem Pianisten war es offensichtlich gelungen, den gegenwärtigen Zankapfel im Vorderen Orient wieder als Sehnsuchtort für Juden, Christen und Muslime gleichermaßen aufleuchten zu lassen. Großartig!

Mit Adventslichtern in Händen und dem mittelalterlichen Cantus „Veni, Immanuel“ auf den Lippen begaben sich die Sänger mit ihren gebannt lauschenden Zuhörerinnen und Zuhörern nach der Konzertpause auf den Weg nach Bethlehem. Begleitet wurden sie von kommentierenden Bibelzitaten aus den Evangelien von Lukas und Matthäus, aber auch von altgewohnten oder auch neueren Advents- und Weihnachtsliedern aus dem französischen und deutschen Liederrepertoire. Solistische Passagen waren mit jenen des Schubert-Chors und auf dem Piano von Paul O. Krick so klangvoll ineinander verwoben, dass das „Gloria“ der Engel über der Geburtsszene nach Franz Schubert im frenetischen Schlussapplaus fast unter zu gehen drohte. Ähnlich erging es auch der Zugabe, dem „Stille Nacht“ mit seiner klangprächtigen und glaubensfrohen Schlussapotheose „Christ, der Retter, ist da“.

 

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© Bexbacher-Schubertchor